Unsere Wahrnehmung ist subjektiv und wird größtenteils durch innere Prozesse erzeugt (Konstruktivismus).
Bedeutungsgebung (Framing) prägt unser Erleben; durch Reframing können wir neue Perspektiven einnehmen.
Emotionale Reaktionen hängen stark von der eigenen Interpretation von Ereignissen ab, nicht nur von äußeren Einflüssen.
Führungskräfte können durch Perspektivwechsel aus festgefahrenen Sichtweisen (Problemtrance) herausfinden.
Das Wichtigste in Kürze
Reflexion: Emotionale Verantwortung im Arbeitsumfeld
Denke an eine Situation, in der Du Dich über eine äußere Situation geärgert hast (z. B. über einen Kollegen, der eine Deadline nicht eingehalten hat).
Welche Emotionen hast Du in dieser Situation erlebt?
Inwieweit war deine Reaktion auf diese Situation durch Deine eigene Bedeutungserstellung geprägt, und nicht nur durch das äußere Ereignis?
Wie kannst Du in Zukunft durch bewusste Reframing-Techniken anders reagieren?
Wie könnte sich Deine emotionale Reaktion auf die Situation verändern, wenn Du den Fokus von der äußeren Ursache auf deine eigene Reaktion richtest?
Transfer:
Stelle Dir eine Situation vor, in der Du als Führungskraft unterschiedliche Reaktionen von Mitarbeitenden auf eine Entscheidung erlebt hast (z. B. eine neue Arbeitsaufteilung oder Veränderung der Aufgaben).
Welche inneren Prozesse (Erwartungen, Glaubenssätze, Erfahrungen) könnten die unterschiedlichen Reaktionen beeinflusst haben?
Wie kannst Du als Führungskraft in Zukunft die Wechselwirkungen zwischen den inneren Prozessen der Mitarbeitenden und den äußeren Gegebenheiten besser verstehen und gezielt auf die verschiedenen Bedeutungen eingehen?
Entwickle eine konkrete Handlungsmöglichkeit, wie Du durch bewusstes Framing die Wahrnehmung der Mitarbeitenden verändern und so die Zusammenarbeit im Team fördern könntest.