Wertschätzung und Kritik in Balance: Authentisches, differenziertes Lob fördert Verbundenheit und Motivation, während gezielte Kritik hilft, Erwartungen zu klären und die Zusammenarbeit zu verbessern.

Vier Schritte für wirksames Feedback:

  • ZDF: Beschreibe objektiv und ohne Wertung.

  • Bedeutungsgebung: Teile mit, welche Bedeutung Du dem Verhalten gibst oder wie Du es interpretierst.

  • Wirkung: Zeige, welche Gefühle und Empfindungen Deine Bedeutungsgebung auslöst und welche weiteren z.B. fachlichen Auswirkungen damit einhergehen.

  • Erwartungen und Wünsche: Formuliere konkrete Erwartungen oder Wünsche für die Zukunft. Sei achtsam: ist es ein Wunsch oder eine Erwartung und was ist der Unterschied!

Eigenverantwortung und Selbstwahrnehmung: Als Feedbackgeber:in gestaltest Du durch Deine Bedeutungsgebung die Wirkung und kannst so Deine Reaktionen bewusst steuern.

Vertrauen und Sicherheit schaffen: Klare Kommunikation über Erwartungen und Emotionen stärkt Vertrauen und fördert eine konstruktive Feedbackkultur.

Das Wichtigste in Kürze

1. Reflexion zur Selbstwahrnehmung und Bedeutungsgebung

  • Reflektiere eine konkrete Situation, in der Du Feedback gegeben hast:

    • Welche Bedeutung hast Du dem Verhalten der anderen Person zugeschrieben?

    • Welche Emotionen hat diese Bedeutung bei Dir ausgelöst?

    • Wie hätte eine alternative Bedeutungsgebung Deine Reaktion und Dein Feedback verändert?

  • Ziel: Entwickle ein Bewusstsein für die Macht der Bedeutungsgebung und deren Einfluss auf Deine Rückmeldungen.

2. Entwicklung von Feedbackkompetenzen: Anwendung der 4 Schritte

  • Wähle eine bevorstehende oder fiktive Feedbacksituation. Skizziere anhand des 4-Schritte-Modells (ZDF, Bedeutungsgebung, Wirkung, Erwartungen/Wünsche) ein differenziertes Feedback.

  • Teste das Feedback in einer sicheren Umgebung (z.B. in einem Rollenspiel oder mit einem Mentor).

  • Ziel: Übe, wie Du mit objektiver Beschreibung und transparenter Bedeutungsgebung Deine emotionale Wirkung vermittelst und klare Erwartungen formulierst.

3. Sicherheit und Vertrauen im Team durch klare Kommunikation stärken

  • Analysiere Dein Team im Hinblick auf den Feedbackbedarf: Welche Bereiche könnten durch regelmäßiges, positives oder auch kritisches Feedback verbessert werden?

  • Setze Dir das Ziel, bei der nächsten Teambesprechung (oder in einer Einzelsituation) bewusst Feedback zu geben und beobachte die Wirkung auf das Team.

  • Ziel: Entwickle durch regelmäßiges Feedback eine vertrauensvolle und wertschätzende Teamkultur, in der klar ist, woran jede/r Einzelne steht.

Reflexion/Transfer